Allgemeine Geschäftsbedingungen

MonRig Studio · Fassung 1.0 · Stand: 9. August 2026

§ 1 Geltungsbereich, Anbieter, Vertragssprache

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge über die Nutzung des unter monrig.com erreichbaren Online-Dienstes „MonRig Studio“ (nachfolgend „Dienst“) zwischen dem Anbieter und dem Nutzer.

(2) Anbieter und Vertragspartner ist:

Armend Meholli
Georgstr. 10A
31675 Bückeburg, Deutschland
E-Mail: contact@monrig.com
USt-IdNr.: DE321654626

(3) Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist, wer bei Abschluss des Vertrags in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

(4) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

(5) Vertrags- und Kommunikationssprache sind Deutsch und Englisch. Diese AGB werden in beiden Sprachen bereitgestellt. Maßgeblich ist die deutsche Fassung; die englische Fassung dient der Verständlichkeit.

(6) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert. Der Nutzer kann diese AGB jederzeit auf dieser Seite abrufen, ausdrucken und speichern.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) Der Dienst ist eine als Software-as-a-Service über den Webbrowser bereitgestellte Anwendung zum prozeduralen Rigging und zur Animation von 3D-Modellen. Der Nutzer lädt ein eigenes 3D-Modell hoch, versieht es im Editor mit einem Skelett und lässt daraus automatisiert Animationen („Bake“) erzeugen, die er anschließend herunterladen kann.

(2) Der Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf der Website, insbesondere aus der Preisübersicht. Der Dienst wird ausschließlich in der jeweils bereitgestellten Fassung geschuldet; ein Anspruch auf einen bestimmten Funktionsumfang über die vereinbarte Leistungsbeschreibung hinaus besteht nicht.

(3) Die Rechenleistung für einen Bake wird gegen Guthaben (§ 5) erbracht. Umfang und Guthabenkosten eines Bakes werden dem Nutzer vor der Auslösung angezeigt.

(4) Der Anbieter erbringt keine Beratungs-, Erfolgs- oder Werkleistung. Die vom Dienst erzeugten Rigs und Animationen sind das Ergebnis automatisierter Verfahren; ein bestimmtes künstlerisches oder technisches Ergebnis, eine bestimmte Eignung für ein konkretes Projekt oder eine bestimmte Kompatibilität mit Software Dritter (z. B. Spiel-Engines in einer bestimmten Version) wird nicht geschuldet, soweit sie nicht ausdrücklich zugesichert wurde.

(5) Der Dienst befindet sich in aktiver Weiterentwicklung. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass Funktionen hinzukommen, sich ändern oder entfallen können; § 12 und § 17 gelten.

(6) Der Dienst richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler sowie an Gestalterinnen und Gestalter. Er ist kein Speicher- oder Archivdienst (§ 15).

§ 3 Registrierung und Nutzerkonto

(1) Die Nutzung setzt die Anlage eines Nutzerkontos voraus. Der Nutzer hat die abgefragten Angaben vollständig und zutreffend zu machen und bei Änderungen zu aktualisieren.

(2) Mindestalter. Der Vertragsschluss ist nur unbeschränkt geschäftsfähigen Personen ab 18 Jahren gestattet. Minderjährige ab 16 Jahren dürfen den Dienst nur mit ausdrücklicher Einwilligung ihrer gesetzlichen Vertreter nutzen; kostenpflichtige Leistungen dürfen sie nicht selbst beauftragen. Für Personen unter 16 Jahren ist die Nutzung ausgeschlossen.

(3) Das Konto ist nicht übertragbar. Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Besteht der Verdacht, dass ein Dritter Kenntnis von den Zugangsdaten erlangt hat, ist der Anbieter unverzüglich zu informieren und das Passwort zu ändern.

(4) Die Registrierung wird erst wirksam, wenn der Nutzer die angegebene E-Mail-Adresse über den zugesandten Bestätigungslink verifiziert hat.

(5) Der Nutzer erklärt bei der Registrierung ausdrücklich die Kenntnisnahme und Annahme dieser AGB sowie die Kenntnisnahme der Datenschutzerklärung. Der Zeitpunkt und die Fassung der angenommenen AGB werden zu Nachweiszwecken gespeichert.

(6) Ein Anspruch auf Registrierung besteht nicht.

§ 4 Vertragsschluss, Preise, Zahlung

(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

(2) Mit dem Anlegen eines kostenlosen Kontos kommt ein unentgeltlicher Nutzungsvertrag über den kostenlosen Leistungsumfang zustande.

(3) Kostenpflichtige Leistungen (Guthabenpakete und Abonnements) bestellt der Nutzer, indem er die gewünschte Leistung auswählt und den Bestellvorgang beim Zahlungsdienstleister durch Betätigen der ausdrücklich als zahlungspflichtig gekennzeichneten Schaltfläche abschließt. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung der Bestellung durch den Anbieter oder mit der Bereitstellung der Leistung zustande.

(4) Alle Preisangaben sind Gesamtpreise und verstehen sich einschließlich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Ob Umsatzsteuer anfällt und in welcher Höhe, richtet sich nach dem Ort der Leistung; der maßgebliche Hinweis wird im Bestellvorgang angezeigt. Zusätzliche Liefer- und Versandkosten fallen nicht an, da die Leistung ausschließlich digital erbracht wird.

(5) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe Ltd., Irland). Es gelten ergänzend dessen Nutzungs- und Datenschutzbedingungen. Zahlungsdaten (insbesondere Kartendaten) werden ausschließlich vom Zahlungsdienstleister verarbeitet und erreichen die Systeme des Anbieters zu keinem Zeitpunkt.

(6) Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt. Der Nutzer stimmt dem Erhalt elektronischer Rechnungen zu.

(7) Der Nutzer kann gegen Forderungen des Anbieters nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur wegen Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu. Die Rechte des Verbrauchers bleiben unberührt.

§ 5 Guthaben (Credits)

(1) Rechenintensive Leistungen — insbesondere das Erzeugen eines vollständigen Animationssatzes („Bake“) — werden über ein internes Guthaben („Credits“) abgerechnet. Credits sind eine reine Verrechnungseinheit für Leistungen des Anbieters.

(2) Credits sind kein gesetzliches Zahlungsmittel, kein E-Geld und keine Kryptowährung. Sie können nicht an Dritte übertragen, gehandelt oder in Geld zurückgetauscht werden. Ein Anspruch auf Auszahlung besteht nicht; die gesetzlichen Rückabwicklungsansprüche (insbesondere bei Widerruf, Rücktritt oder Minderung) bleiben unberührt.

(3) Erworbene und im Rahmen eines Abonnements gutgeschriebene Credits verfallen nicht, solange das Nutzerkonto besteht. Mit der Beendigung des Nutzerkontos verfällt ein verbleibendes Guthaben ersatzlos; der Nutzer kann es bis dahin aufbrauchen.

(4) Ein Bake wird bei Auslösung mit den angezeigten Credits belastet. Schlägt ein Bake aus Gründen fehl, die der Anbieter zu vertreten hat, werden die belasteten Credits automatisch wieder gutgeschrieben. Ein Bake, der ein technisch gültiges, aber vom Nutzer künstlerisch nicht gewünschtes Ergebnis liefert, gilt nicht als Fehlschlag.

(5) Guthabenbewegungen werden dem Nutzer in seinem Konto nachvollziehbar angezeigt.

§ 6 Abonnements, Laufzeit, Kündigung

(1) Abonnements werden mit der im Bestellvorgang angegebenen Laufzeit (monatlich oder jährlich) abgeschlossen und verlängern sich jeweils automatisch um dieselbe Laufzeit, wenn sie nicht vor Ablauf der laufenden Periode gekündigt werden.

(2) Die Kündigung ist jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode möglich. Sie kann jederzeit über die Kontoverwaltung im Dienst, über die dort verlinkte Verwaltungsseite des Zahlungsdienstleisters, über die Schaltfläche „Verträge hier kündigen“ oder formlos in Textform an contact@monrig.com erklärt werden.

(3) Nach Wirksamwerden der Kündigung endet die Zuordnung zur jeweiligen Leistungsstufe. Bis dahin erworbene Credits bleiben nach Maßgabe von § 5 Abs. 3 erhalten.

(4) Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt (§ 18).

(5) Der unentgeltliche Nutzungsvertrag (§ 4 Abs. 2) kann von beiden Seiten jederzeit ohne Einhaltung einer Frist beendet werden; der Nutzer kann sein Konto jederzeit selbst schließen.

§ 7 Widerrufsrecht

(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Einzelheiten, die Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular sind unter monrig.com/widerruf abrufbar und werden dem Verbraucher zusätzlich in Textform übermittelt.

(2) Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass das Widerrufsrecht vorzeitig erlischt

Diese Zustimmung und Kenntnisbestätigung werden im Bestellvorgang gesondert eingeholt und dem Verbraucher anschließend in Textform bestätigt.

(3) Elektronische Widerrufsfunktion (§ 356a BGB). Verbraucher können ihren Widerruf jederzeit unmittelbar über die Schaltfläche „Vertrag widerrufen“ erklären. Der Zugang der Erklärung wird unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger bestätigt. Die Erklärung des Widerrufs in jeder anderen eindeutigen Form (z. B. per E-Mail oder Brief) bleibt daneben möglich.

§ 8 Pflichten des Nutzers, Rechte an hochgeladenen Inhalten, Freistellung

Kernpflicht. Der Nutzer darf ausschließlich Inhalte hochladen, an denen er sämtliche erforderlichen Rechte besitzt. Er allein ist dafür verantwortlich, dass er sie hochladen, verarbeiten lassen und die Ergebnisse verwenden darf.

(1) Der Nutzer sichert bei jedem Hochladen eines 3D-Modells, einer Textur oder sonstiger Inhalte (nachfolgend „Nutzerinhalte“) ausdrücklich zu, dass

(2) Der Nutzer bestätigt diese Zusicherung im Dienst gesondert vor dem ersten Hochladen eines Modells zu einem Mon. Die Bestätigung wird zu Nachweiszwecken gespeichert.

(3) Der Nutzer räumt dem Anbieter an den Nutzerinhalten ein einfaches, räumlich und zeitlich auf den Zweck beschränktes, nicht ausschließliches Nutzungsrecht ein, soweit dies zur Erbringung der vertraglichen Leistung erforderlich ist — insbesondere zum Speichern, Vervielfältigen, Umwandeln, Verarbeiten und Anzeigen im Rahmen des Dienstes. Ein weitergehendes Nutzungsrecht wird nicht eingeräumt. Für die öffentliche Galerie gilt ergänzend § 10.

(4) Der Nutzer verpflichtet sich, den Dienst nicht missbräuchlich zu nutzen. Untersagt sind insbesondere: das Umgehen von Zugangs-, Abrechnungs- oder Sicherheitsmechanismen; das automatisierte Auslesen über die vorgesehenen Schnittstellen hinaus; Maßnahmen, die die Verfügbarkeit oder Integrität des Dienstes beeinträchtigen können; sowie das Weitergeben von Zugangsdaten an Dritte.

(5) Freistellung. Der Nutzer stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die diese wegen einer Verletzung ihrer Rechte durch vom Nutzer hochgeladene, verarbeitete oder veröffentlichte Nutzerinhalte oder wegen einer sonstigen schuldhaften Verletzung der Pflichten aus diesem Vertrag gegen den Anbieter geltend machen. Die Freistellung umfasst auch die erforderlichen Kosten der Rechtsverteidigung einschließlich gesetzlicher Anwalts- und Gerichtskosten. Dies gilt nicht, soweit der Nutzer die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat.

Der Anbieter wird den Nutzer über eine Inanspruchnahme unverzüglich informieren, ihm — soweit möglich und zumutbar — Gelegenheit zur Stellungnahme geben und ohne Zustimmung des Nutzers kein Anerkenntnis abgeben.

§ 9 Rechte an den Arbeitsergebnissen, Nutzungsumfang

(1) Die Nutzerinhalte bleiben Eigentum des Nutzers. Der Anbieter erwirbt an ihnen über § 8 Abs. 3 und § 10 hinaus keine Rechte.

(2) An den mit dem Dienst erzeugten Arbeitsergebnissen (Skelette/Rigs, Gewichtungen, Animationsdaten, Exportdateien; nachfolgend „Ergebnisse“) erwirbt der Nutzer mit vollständiger Zahlung der hierfür geschuldeten Vergütung das Recht, sie im Rahmen der nachfolgenden Leistungsstufe zeitlich und räumlich unbeschränkt zu nutzen, zu bearbeiten und in eigene Produkte einzubinden.

(3) Die Nutzungsstufen sind:

(4) Die maßgeblichen Schwellenwerte ergeben sich aus der Preisübersicht in ihrer bei Vertragsschluss geltenden Fassung.

(5) Untersagt ist die Weitergabe der Ergebnisse als eigenständiges Produkt, das im Wesentlichen der Funktion des Dienstes entspricht — insbesondere der Weiterverkauf generierter Rigs oder Animationssätze als Rigging- oder Animationsdienstleistung oder als Asset-Bibliothek, die im Wesentlichen aus mit dem Dienst erzeugten Ergebnissen besteht. Die Verwendung in Spielen, Filmen, Anwendungen und vergleichbaren Endprodukten bleibt ausdrücklich gestattet.

(6) Ein einmal wirksam erworbenes Nutzungsrecht an konkreten Ergebnissen bleibt vom späteren Ende des Vertrags unberührt.

(7) Die Software des Dienstes selbst, ihre Quelltexte, Modelle, Verfahren und die Benutzeroberfläche verbleiben beim Anbieter. Eine Lizenz an der Software wird nicht eingeräumt; insbesondere ist ein Zurückentwickeln (Reverse Engineering) über den gesetzlich zwingend zulässigen Umfang hinaus untersagt.

§ 10 Veröffentlichung in der Galerie, Freigabevorbehalt

(1) Der Nutzer kann beantragen, dass ein von ihm erstellter Mon in der öffentlichen Galerie des Dienstes angezeigt wird. Eine Veröffentlichung erfolgt ausschließlich auf ausdrücklichen Antrag des Nutzers. Ohne einen solchen Antrag bleiben alle Inhalte privat.

(2) Freigabevorbehalt. Ein zur Veröffentlichung beantragter Inhalt wird erst nach vorheriger Prüfung und Freigabe durch den Anbieter öffentlich sichtbar. Ein Anspruch auf Freigabe besteht nicht. Der Anbieter kann eine Freigabe nach billigem Ermessen verweigern oder eine erteilte Freigabe widerrufen, insbesondere bei Anhaltspunkten für einen Verstoß gegen § 8 oder § 11. Die Ablehnung wird dem Nutzer im Dienst mitgeteilt und, soweit zumutbar, begründet.

Die Prüfung erfolgt im Interesse aller Nutzer und begründet keine Pflicht des Anbieters zur allgemeinen Überwachung. Sie enthält keine Zusicherung, dass ein freigegebener Inhalt frei von Rechten Dritter ist; die Verantwortung nach § 8 verbleibt beim Nutzer.

(3) Mit dem Antrag auf Veröffentlichung räumt der Nutzer dem Anbieter das nicht ausschließliche, unentgeltliche, weltweite Recht ein, den betreffenden Inhalt sowie daraus erzeugte Vorschaubilder und Bewegtbilder

jeweils unter Nennung des vom Nutzer gewählten Anzeigenamens. Eine Verwendung in bezahlter Werbung oder außerhalb des Dienstes erfolgt nur mit gesonderter Einwilligung des Nutzers.

(4) Der Nutzer kann die Veröffentlichung jederzeit ohne Angabe von Gründen beenden, indem er den Inhalt im Dienst wieder auf privat stellt oder löscht. Die Rechtseinräumung nach Abs. 3 endet damit für die Zukunft; bereits erstellte Sicherungskopien und technisch bedingte Zwischenspeicherungen dürfen für einen angemessenen Übergangszeitraum bestehen bleiben.

(5) Wird ein veröffentlichter Inhalt inhaltlich wesentlich geändert oder das zugrunde liegende Modell ersetzt, entfällt die bisherige Freigabe und der Inhalt wird bis zu einer erneuten Freigabe wieder privat gestellt.

§ 11 Unzulässige Inhalte, Meldeverfahren, Maßnahmen

(1) Untersagt sind das Hochladen, Erzeugen, Speichern und Veröffentlichen von Inhalten, die gegen geltendes Recht verstoßen oder Rechte Dritter verletzen. Unzulässig sind insbesondere Inhalte, die

(2) Meldeverfahren. Jede Person kann rechtswidrige Inhalte im Dienst melden — über die Meldefunktion an öffentlich sichtbaren Inhalten oder per E-Mail an contact@monrig.com. Der Anbieter bestätigt den Eingang einer hinreichend begründeten Meldung, prüft sie zügig und teilt der meldenden Person seine Entscheidung mit. Das Verfahren entspricht Art. 16 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Gesetz über digitale Dienste, „DSA“).

(3) Erhält der Anbieter Kenntnis von rechtswidrigen oder gegen diese AGB verstoßenden Inhalten, kann er — abgestuft nach Schwere und unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen des Nutzers — den Inhalt aus der Galerie entfernen oder unsichtbar schalten, den Zugang zu einzelnen Funktionen einschränken, das Konto vorübergehend sperren oder den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen. Der betroffene Nutzer wird über die Maßnahme und ihre Gründe informiert und erhält Gelegenheit zur Stellungnahme; bei offensichtlich rechtswidrigen Inhalten oder bei Gefahr im Verzug kann die Information nachgeholt werden.

(4) Der Anbieter ist als Hostingdiensteanbieter nicht verpflichtet, die von Nutzern übermittelten oder gespeicherten Informationen allgemein zu überwachen oder aktiv nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen (Art. 8 DSA).

§ 12 Verfügbarkeit, Wartung, Weiterentwicklung

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote, soweit eine solche nicht ausdrücklich vereinbart ist.

(2) Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind Zeiten planmäßiger Wartung, die der Anbieter nach Möglichkeit in nutzungsschwache Zeiten legt und rechtzeitig ankündigt, sowie Zeiten unvorhersehbarer Störungen, die der Anbieter nicht zu vertreten hat — insbesondere Ausfälle von Vorleistungen Dritter (Rechenzentrum, Netzanbindung, Zahlungsdienstleister) und höhere Gewalt.

(3) Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln und anpassen. Änderungen, die die vertraglich geschuldete Leistung nicht nur unerheblich einschränken, sind nur unter den Voraussetzungen des § 327r BGB zulässig; der Nutzer wird darüber rechtzeitig informiert und kann den Vertrag in den gesetzlich vorgesehenen Fällen kostenfrei beenden.

§ 13 Mängelansprüche

(1) Für die Bereitstellung digitaler Produkte an Verbraucher gelten die gesetzlichen Vorschriften der §§ 327 ff. BGB, insbesondere zur Vertragsmäßigkeit und zur Aktualisierungspflicht. Diese Rechte werden durch diese AGB nicht eingeschränkt.

(2) Der Nutzer wird gebeten, Mängel unter möglichst genauer Beschreibung des Fehlerbildes und der Umstände seines Auftretens an contact@monrig.com zu melden. Für Verbraucher ist dies keine Voraussetzung für die Geltendmachung von Rechten.

(3) Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche ein Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn; hiervon ausgenommen sind Ansprüche wegen Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, wegen der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, aus einer Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(4) Kein Mangel liegt vor, wenn eine Beeinträchtigung auf ungeeigneten oder fehlerhaften Nutzerinhalten, auf einer Nutzung außerhalb der beschriebenen Voraussetzungen oder auf Software oder Hardware Dritter beruht.

§ 14 Haftung

Die nachstehende Regelung beschränkt die Haftung des Anbieters so weit, wie das nach deutschem Recht zulässig ist. Ein vollständiger Haftungsausschluss ist gesetzlich nicht möglich und wäre unwirksam.

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht — also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen.

(4) Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

(5) Datenverlust. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter im Rahmen der Absätze 1 und 2 nur bis zu dem Betrag, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Sicherung der Daten durch den Nutzer zu deren Wiederherstellung angefallen wäre. § 15 gilt.

(6) Für unentgeltlich erbrachte Leistungen — insbesondere die Nutzung im kostenlosen Umfang — haftet der Anbieter nur nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften über die Schenkung, mithin nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie in den Fällen des Absatzes 1 zweiter bis vierter Spiegelstrich.

(7) Der Anbieter haftet nicht für Inhalte, die Nutzer hochladen, erzeugen oder veröffentlichen, und nicht für deren Vereinbarkeit mit Rechten Dritter. Er haftet ferner nicht dafür, dass die Ergebnisse für einen vom Nutzer verfolgten Zweck geeignet sind oder mit Software Dritter in einer bestimmten Version zusammenwirken, soweit dies nicht ausdrücklich zugesichert wurde.

(8) Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Nutzers ist mit den vorstehenden Regelungen nicht verbunden.

§ 15 Datensicherung

Der Dienst ist kein Backup-Dienst. Der Nutzer ist verpflichtet, von allen von ihm hochgeladenen Modellen und Texturen sowie von den heruntergeladenen Ergebnissen eigene Sicherungskopien in einem für ihn zugänglichen Format vorzuhalten, und zwar in Zeitabständen, die dem Wert der Daten und dem Risiko eines Verlusts angemessen sind.

Der Anbieter führt aus Gründen des Betriebs eigene Sicherungen durch, schuldet dem Nutzer jedoch keine Wiederherstellung einzelner Daten, soweit nichts anderes ausdrücklich vereinbart ist.

§ 16 Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist in der Datenschutzerklärung beschrieben. Sie ist nicht Bestandteil dieser AGB, sondern erfüllt die Informationspflichten nach Art. 13 und 14 DSGVO.

§ 17 Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies zur Anpassung an eine geänderte Rechtslage, an höchstrichterliche Rechtsprechung, an technische Entwicklungen oder an einen geänderten Leistungsumfang erforderlich ist und der Nutzer hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird.

(2) Änderungen werden dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform — regelmäßig per E-Mail — mitgeteilt. Die Mitteilung enthält die geänderten Regelungen, den Zeitpunkt des Wirksamwerdens und einen Hinweis auf das Widerspruchsrecht und dessen Folgen.

(3) Widerspricht der Nutzer nicht bis zum Wirksamwerden in Textform, gelten die Änderungen als angenommen. Widerspricht er, kann jede Partei den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen; bereits im Voraus gezahlte Entgelte werden anteilig erstattet.

(4) Eine Änderung der vertraglichen Hauptleistungspflichten (insbesondere des Preises und des wesentlichen Leistungsumfangs) auf diesem Weg ist ausgeschlossen; hierfür bedarf es einer Vereinbarung mit dem Nutzer.

§ 18 Vertragsbeendigung, Sperrung, Löschung

(1) Das Recht beider Parteien zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor bei einem erheblichen oder wiederholten Verstoß gegen § 8 oder § 11 oder bei einem Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen trotz Mahnung.

(2) Der Nutzer kann sein Konto jederzeit selbst in der Kontoverwaltung schließen. Mit der Schließung werden seine Modelle, Dateien, Rigs und Sitzungen gelöscht.

(3) Der Anbieter weist darauf hin, dass er Aufzeichnungen über getätigte Käufe aufgrund handels- und steuerrechtlicher Aufbewahrungspflichten (insbesondere § 147 AO) auch nach einer Kontoschließung aufbewahren muss. Diese Datensätze werden anonymisiert, sodass sie keiner Person mehr zugeordnet werden können; Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung.

(4) Der Nutzer wird gebeten, seine Ergebnisse vor der Beendigung herunterzuladen. Nach Löschung des Kontos besteht kein Anspruch auf Herausgabe.

§ 19 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der Schutz nicht entzogen wird, der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates gewährt wird, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

(2) Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

(3) Verbraucherstreitbeilegung: Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.

Fassung 1.0, Stand 9. August 2026.